Gravity Games 2016 / iXS European Downhill Cup RD #3

Sonne, Regen und Sektschauer bei den Gravity Games 2016

Bei der dritten Auflage des iXS European Downhill Cup in Schladming gab es drei Tage lang Downhill Action pur. Mehr als 400 Teilnehmer aus 27 Nationen kamen zu den Gravity Games vom 17. bis zum 19. Juni 2016 und nahmen die Herausforderungen des legendären Tracks und des wechselhaften Wetters an. Schlussendlich schaffte es Slawomir Lukasik (POL) auf den obersten Podest-Platz. Nach seinen beiden zweiten Plätzen in den letzten EDC Rennen wohl verdient. Mit Petra Bernhard gab es in der Kategorie Elite Women dann noch einen österreichischen Sieg in Schladming.

Der wohl schnellste Downhill-Track Europas zieht Jahr für Jahr ein internationales Starterfeld zu den Gravity Games nach Schladming. Die Strecke auf der Planai war auch vergangenes Wochenende in Top-Zustand und forderte die Downhill-Elite ordentlich heraus. Die Spannung wurde durch die wechselhaften Wetterbedingungen während der Runs nur noch weiter gesteigert. Bereits am Samstag wurden die Fahrer während der Qualifikationsrennen vom Regen eingeholt und so kam es auf der Wiesenpassage zu turbulenten Szenen. Einer, der das Publikum im Ziel zu besonders lauten Jubelrufen animierte, war der Seriensieger der letzten EDC Rennen Johannes Fischbach. Der Deutsche schaffte es bei den Seeding Runs trotz Sturz in der letzten Kurve noch auf den zweiten Rang hinter David Trummer (AUT).

Am Finaltag empfing dann die Sonne alle Rider – doch das sollte sich am Nachmittag noch ändern. Während die Fahrer der Elite Men im Small Final noch im Trockenen ins Ziel kamen, wurden die Superfinals durch den Starkregen zu einem Schlamm-Kampf mit hohem Nervenkitzel-Faktor. Der Südafrikaner Stefan Garlicki behauptete sich lange Zeit am Hot Seat, auf dem der Rider mit der aktuell besten Zeit Platz nehmen darf. Doch dann kam Laurie Greenland. Der favorisierte Brite, der erst kurz vor seinem Antreten in Schladming sein erstes Top-Ten Weltcup-Ergebnis einfahren konnte, setzte auf volles Risiko und schaffte nur knapp den Zielsprung, bevor er mit neuer Bestzeit im Zielauslauf zu Sturz kam. Seine Zeit konnte nur noch von einer überragenden Leistung von Slawomir Lukasik unterboten werden. Schon bei der ersten Zwischenzeit lag der Pole voran und holte sich nach zwei zweiten Rängen in den vorangegangen Rennen mit einer Zeit von 4:17.135 und einem Vorsprung von 3.584 Sekunden den wohl verdienten Sieg.

Eine Klasse für sich war auch die Steirerin Petra Bernhard. Eigentlich hat sie ihre aktive Rennkarriere ja bereits beendet, aber dem legendären Rennen in Schladming kann auch sie nicht widerstehen – mit einer Zeit von 5:12.733 und unglaublichen 12.622 Sekunden Vorsprung auf die Nächstplatzierte ließ sie ihre Konkurrenz in der Kategorie Elite Women weit hinter sich.

Dem Publikum wurde am gesamten Rennwochenende ein actiongeladenes Programm geboten – neben dem iXS Europacup Rennen gingen mit den Planai Pump Masters und den Austrian Whip Offs noch zwei spannende Side-Events über die Bühne. Bei beiden konnten die Lokalfavoriten auftrumpfen: Michael Amon holte sich am Freitag den Titel bei den Planai Pump Masters supported by Spark 7 und am Samstag zeigte Manuel Schretter bei den Austrian Whip Offs presented by Bell den stylishsten Whip.